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Bei Frettchens

Vom Raubtier zum Kuscheltier: Frettchen, Quirlige Marder

Frettchen sind wie Katzen domestizierte Raubtiere, die früher gehalten wurden, um Mäuse und Ratten fernzuhalten. Mit geduldiger Erziehung können sie zu den nettesten Hausgenossen werden.

Frettchen sind gesellige Geschöpfe. Eine Einzelhaltung ist nicht empfehlenswert. Am wohlsten fühlen sich die Tierchen mit einem andersgeschlechtlichen Partner - jedoch kann sich schnell ungewollter Nachwuchs entwickeln. Abhilfe schafft eine Kastration. Dadurch wird zudem bei Rüden der strenge Eigengeruch verringert und bei Fähen eine Dauerranz und die damit verbundene Verletzungsgefahr durch ständige Deckversuche vermieden.
Sie sind neugierig und verspielt, aber auch zutraulich und verschmust - Frettchen werden als Haustiere immer beliebter. Ihr lebhaftes Wesen jedoch macht die Haltung nicht ganz unproblematisch. In der Wohnung sollte man sie nicht unbeaufsichtigt lassen, da sie gerne jeden Papierkorb und jede offene Schublade durchstöbern. Zudem benötigen die domestizierten Iltisse täglich viel Zuwendung und Pflege.
Mit Katzen oder Hunden verstehen sie sich in der Regel auch, Nager wie Kaninchen oder Meerschweinchen sehen sie allerdings als potenzielle Jagdbeute an.
Für die artgerechte Haltung eines Frettchens muss der Käfig eine Größe von mindestens 70 Zentimeter Höhe und Tiefe sowie 140 Zentimeter Breite haben - für mehrere Tiere entsprechend mehr. Zugluft sollte vermieden werden, da sich die Tiere erkälten könnten. Als Bodenbelag eignet sich leicht zu reinigendes Material wie zum Beispiel PVC. Auf Einstreu sollte man verzichten. Wenn Heu oder Stroh am Futter kleben und mitgefressen werden, kann das zu schweren Erkrankungen führen.
Für Kinder unter zehn Jahren sind die marderartigen Raubtiere, die schon einige Jahrhunderte vor Christus gezähmt und zur Jagd auf Nager, Schlangen und später Kaninchen eingesetzt wurden, als Spielgefährten nicht geeignet. Denn ihre Haltung ist anspruchsvoller als bei anderen Haustieren und fordert ein gewisses Maß an Verantwortungsbewusstsein. Der europäische Waldiltis gilt als Stammvater des Frettchens. In der freien Wildbahn leben die Iltisse in unterirdischen Höhlen. Dort ziehen sie ihren Nachwuchs auf und lagern ihre Beute. Hält man sie zu Hause, brauchen sie eine große, ausgepolsterte Schlafkiste. Ihr Nest fertigen sie sich selbst an. Frotteetücher sind ungeeignet, da sich die lebhaften Hausmarder mit ihren Krallen in den Schlingen verfangen können. Die neugierigen und quirligen Tiere freuen sich darüber hinaus über eine abwechslungsreich gestaltete Wohnlandschaft: Zwischenböden, Laufbretter, hohle Baumstämme und artgerechte Hängematten machen das Zuhause attraktiver. Außerdem bietet die gelegentliche Veränderung der Umgebung den Tieren neue Reize.
Frettchen sind von Natur aus reinliche Tiere. Sie setzen Kot und Urin immer an den selben Stellen ab. Deshalb freuen sie sich über eine Katzentoilette, die in einer Käfigecke - möglichst nicht in der Nähe des Futterplatzes - aufgestellt wird. Als Jäger sind Frettchen Fleischfresser. Sie benötigen protein- und fettreiche Nahrung. Wegen ihres kurzen Verdauungstraktes brauchen sie zwei- bis dreimal täglich hochwertiges, leicht verdauliches Futter.

Frettchen, lat. Mustela Putorius Furo

Mustela entstammt dem lateinischen Wort Mus, zu deutsch Maus.
Tiere der Gattung Mustela sind auch Wiesel und andere Mäusefänger.
Putorius kommt aus dem lateinischen Putor und bezieht sich auf den moschusartigen Geruch. 
Und zu guter letzt Furo, entstammt dem Wort Furonem, was übersetzt "Dieb" bedeutet.
Auch das italienische Wort furone wird mit Dieb übersetzt.



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